Eigentlich war unsere Entengeschichte
mit der Landung der letzten Ente auf unserm Mittagstisch nicht
zu Ende. Es blieben uns 12 Enteneier übrig. Diese kamen in
einen Brutapperat. Da wir leider keine Erfahrung hatten und viele
Fehler machten, war das Ergebnis nach 4 Wochen Brutzeit eine einzige
Ente - Daisy die Waisenente.
Ei Ei, was kommt da
aus dem Ei
die kleine Daisy, ganz nass
Zwei Tage später
war sie schon ganz munter und hat zu mir schon Papa gesagt.
Ari der Beschützer
verwaister Enten.
Ihr bester Freund und
Beschützer wurde unser Haus- und Hofkater ARI.
Baden war natürlich
schon von klein an für Daisy das grösste Vergnügen.
Und natürlich
hat sie sich gerne unter Gänseblümchen versteckt. Sie
hiess ja nicht umsonst DAISY
Gegessen wurde meistens
am Küchentisch oder auf der Terasse, auf alle Fälle
mit der Familie, aus Gmundner Keramikgeschirr, wie es sich für
eine Waisenente gehört. Der Wasserbedarf war immer sehr gross.
Manchmal trank man auch aus einer Blechschalle am Boden. Mit der
Zeit wurde die Mahlzeit auch schon etwas deftiger - es gab schon
gekochte Kartoffel. Auf alle Fälle wurden nach der Kaffeejause
immer die Kuchenkrümmel von den Tellern gefressen. Eine Rast
auf dem Tisch nach einem üppigen Essen musste drinnen sein.
Tante Monika hat natürlich
mit Argusaugen auf die kleine Daisy aufgepasst, damit sie beim
Trinken aus dem grossen Emailhäferl, nicht hineinfällt
und ertrinkt, wie es ja zwei ihrer Onkels beim Baden passiert
ist.
So wurde Daisy immer
grösser. Der Swimmingpool wurde auch bald zu klein. Den Katzen
hat sie immer das Futter weggefressen. Wenn kleine Kinder zu Besuch
kamen, mussten wir sie einsperren, weil sie nicht wusste, dass
sie kein Mensch ist und beim herumlaufen immer in Lebensgefahr
war. Da Sie auch immer mehr den Garten und ihren Pool versaut
hat, kam sie auf einen grossen Bauernhof mit vielen indischen
Laufenten und dort hat es ihr sehr gut gefallen.
Und wenn sie nicht gestorben
ist, oder vom Fuchs gefressen wurde, dann lebt sie noch heute.